ALFA – Die neue Lucke-Partei

ALFA – Die neue Partei von Prof. der Ökonomie Bernd Lucke und seine fachliche Einschätzung zur Euroauflösung.

Luckes Problem ist, die Situation und Lösung nicht tief genug analysieren zu können und entsprechende Schlussfolgerung zu ziehen.

http://app.handelsblatt.com/politik/deutschland/alfa-chef-bernd-lucke-ein-deutscher-euro-austritt-ist-nicht-verantwortbar/12079564.html

Er fordert den Austritt der Südländer oder die Euroauflösung, begreift aber nicht, dass mit der kompletten Auflösung die Euroländer ihre Währungen anpassen müssen und damit enorm an Kaufkraft verlieren.
Schwierig sagt er. Besser wäre es, wenn nur die Südländer aus dem Euro scheiden.
Dummerweise löst aber auch das nicht das Problem.
Die Südländer werten ab, die Resteuroländer dagegen auf. Der Effekt ist der Gleiche.

Lucke übersieht das diese Länder dann in die griechische Falle tappen.
https://ureissner.wordpress.com/ausstieg-griechenlands-aus-dem-euro/

Länder mit über 20% Abwertungspotential bekommen enorme Probleme. Die Schulden bleiben in Euro, die Importe wie z.B. Energie, Rohstoffe, Benzin, etc. verteuern über Nacht den Binnenmarkt, was den Kaufkraftverlust beschleunigt. Die Arbeitslosigkeit steigt rapide an, mit entsprechenden Folgen. Deutschland dürfte kaum noch etwas in diese Länder verkaufen.
Die Märkte werden den neuen Euro dagegen enorm aufwerten, vermutlich um die 30%, ehr mehr.

Deutschland als größtes Exportland hat größte Schwierigkeiten neue Produkte abzusetzen. Produkte die von starken Euro profitieren, müssen erst einmal die Produktionsketten durchlaufen, um wirksam zu werden. Unser Binnenmarkt dagegen ist bedeutungslos. Das bedeutet, die Arbeitslosen steigen rasant an, die Kaufkraft nimmt dagegen gewaltig ab, die Zinsen werden entsprechend dem neuen Risiko steigen und unser Schuldenberg wird uns, zum zukünftigen BIP betrachtet, erdrücken.

Lucke macht die gleichen Denkfehler, wie die Gründungsväter des Euro. Jedes Land hat seine spezifischische Probleme. Das kann nur unterschiedlich und Länderspezifisch,  bewältigt werden.
Wie damals …, die Zinsanforderungen werden verschieden sein!

Lucke sagt, die Rückkehr zur DM ist die letzte Option. Hier zeigt sich der Theoretiker. Auf dem Papier macht das nichts wenn es nicht klappt, dann nimmt man eben einen anderen Weg. In der Praxis dagegen hat man oft nur eine Chance zur Sanierung und die kostet alle Kraft und Geld. Und es wird enorme Kraft kosten, die Verwerfungen im Rahmen zu halten. Für neue Experimente gibt es da kein Spielraum.
Klar …, der Euroraum ist überall an der eigenen Währung schwer erkrankt. Schon aus diesem Grund muss man es als einen kranken Organismus betrachten, löst man den Euro auf, verblutet Europa.

Deshalb …, Deutschland muss als stärkstes Wirtschaftsland die Eurozone verlassen, so dass die Südländer sich im Euroraum erholen können. Aber auch nicht planlos. Die neue DM muss erst durch die Reha durch, d.h., sie muss kontrolliert aufwerten, etwa in 5%igen Schritten. Das gibt den Firmen die Möglichkeit sich anzupassen und dem Staat auf Eventualitäten zu reagieren.

Sukzessiv kann dann ein Land nach dem anderen, den Euro gegen die eigenen Nationalwärung austauschen.

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